Galerie Rossella Junck in Berlin

VE:TRO

Works by
Matteo Gonet, Wilken Skurk
Robert van de Laar, Julius Weiland


30th March - 26th May 2007

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Die Accrochage in der Galerie Rossella Junck, Berlin, vereint vier bildhauerische Positionen. Dabei ist das Zusammenspiel der skulpturalen Werke ein Tenor der Ausstellung. Die Werke der eingeladenen Künstler sollen einen Vergleich unterschiedlicher künstlerischer Auffassungen ermöglichen. Der Dialog zwischen den Arbeiten wird unter anderem durch den Werkstoff Glas geprägt. Mit der Ausstellung „vetro" (ital. Glas) wird ein besonderer Fokus auf die junge zeitgenössische Plastik und Skulptur gelegt.

Matteo Gonet

Der in Zürich lebende Glaskünstler arbeitet im Wechselspiel von Kunst und Design. Seine zumeist geblasenen Skulpturen und Gebrauchsobjekte weisen immer wieder eine humoreske Geste auf. Er bevorzugt das Material Glas, um mit der dem Stoff innewohnenden Magie der Transparenz und Fragilität spielen zu können. Seine Glasarbeiten enthalten erkennbare Geschichten, die die scheinbare Funktionsform der Objekte aufzuheben suchen.

1979 in der Schweiz geboren, Studium an der CERFAV in Vannes-le-Chatel sowie an der Rietveld Academie in Amsterdam.

Wilken Skurk

Der Berliner Künstler versucht, eine traditionelle Linie der Bildhauerei weiter zu entwickeln. Die Skulpturen erinnern an architektonische Formen, meist folgen sie jedoch ihren eigenen formalen Bauplänen.

Die Werke bestehen aus einer Kombination von Bronze bzw. Eisenguss mit Glas. Das gegossene Glas wird als Fundament eingesetzt und wird benutzt, um eine scheinbare Instabilität darzustellen. Resultat dieser schweren, abstrakten Skulpturen ist eine ungewöhnliche „Gleichheit der Gegensätze".

1966 geboren in Dresden, 1989-2000 Studium Bildende Kunst an der HU und HdK Berlin, 2001 Meisterschüler von Prof. David Evison 2004 Jutta Cuny-Franz Supporting Award 05, Düsseldorf , 2006 Alexander Tutzek Preis, Coburg.

Robert van de Laar

Alle Installationen und Objekte van de Laars stellen Übergänge dar, denen eine Dualität des Hier und Dort, des Vergangenen und des Zukünftigen, des Erinnerns und Vergessens zugeordnet ist.

Mit diesen Begriffen arbeitet van de Laar konsequenterweise, wenn er seinen Objekten Bilder und Zeichen als feste Bestandteile einverleibt.

Der Künstler zeigt eine raumbezogene Installation aus bemalten Opalgläsern und Fotografien.

1940 geboren in Amsterdam, 1960 - 1962 Folkwangschule für Gestaltung, Essen, 1962- 1967 Hochschule der Künste, Berlin, 1967 Meisterschüler bei Prof. Alexander Gonda.

Seit 1984 Professor an der Fachhochschule Ottersberg.

Julius Weiland

Das Material von Julius Weilands Skulpturen bestimmt gleichzeitig sein Thema: Glas ist bei ihm Medium räumlicher Verformung und Transparenz. Er verschmilzt tausende von Glasröhrchen zu komplexen Strukturen, die allein durch die Vielzahl mikrofeiner Verbindungen eine Stabilität erlangen.

Seine Formensprache entwickelt er auf der Basis von Kreisformen und Radien. Die daraus entstehenden Volumen werden verzerrt, gestaucht, verdreht wie das Bild in einem Zerrspiegel.

1971 geb. in Lübeck, 1995 - 2000 Studium an der HfBK Hamburg, 2004 Goldener Preis in der internationalen Glas-Ausstellung in Kanazawa, 2006 Honourable Mention in Coburger Glaspreis, 2007 Jutta Cuny-Franz Förderpreis / Stiftung Museum Kunst Palast, Düsseldorf.